Urlaub ohne Spuren: 5 Tipps für mehr Meerschutz auf deiner nächsten Reise (in Portugal)
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Das Rauschen des Atlantiks im Ohr, der Duft von Pinien in der Nase und das Salz auf der Haut – für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als die raue Schönheit der Küste zu erleben. So sehr wir das Meer lieben, so sehr leidet es auch unter unserem Fernweh. Ein Urlaub in Portugal ist für viele ein Traum, aber wie hinterlassen wir dort nur Fußabdrücke im Sand und keinen ökologischen Ballast? Damit die Wellen, die mich zu meinen Designs inspirieren, noch lange so klar und blau bleiben, habe ich dir 5 Tipps zusammengestellt, wie du deine nächste Reise nachhaltiger gestalten kannst.
1. Die Anreise: Den Horizont bewusst erweitern
Oft zieht es uns in die Ferne, dabei liegen so viele nahe Reiseziele in Europa fast direkt vor unserer Haustür. Wenn du deinen nächsten Urlaub in Portugal planst, muss es nicht immer der Flieger sein. Hast du schon einmal über eine Anreise mit dem Zug oder dem Fernbus nachgedacht? Es ist die ultimative Form des Slow Travels. Du siehst, wie sich die Landschaft langsam verändert, von den grünen Wäldern Mitteleuropas bis hin zu den schroffen Felsen der Algarve. Das spart nicht nur CO2, sondern schenkt dir auch Zeit, um richtig anzukommen und die Vorfreude zu genießen. Je nachdem wie viel Zeit zum Reisen da ist, kann man auch ein paar andere Stopps einlegen. Madrid und Sevilla sind beliebte Stops auf der Strecke.
2. Sonnenschutz, der dem Meer nicht wehtut
Für mich als Surferin ist Sonnencreme unverzichtbar. Doch was viele nicht wissen: Herkömmliche Sonnencremes enthalten oft chemische Filter wie Oxybenzon, die Korallen und Meeresbewohnern schaden. Bei deiner Reiseplanung solltest du daher unbedingt auf mineralischen Sonnenschutz ohne Nanopartikel setzen. Diese Cremes bilden eine physische Barriere auf der Haut und sind biologisch abbaubar. So schützt du dich vor der portugiesischen Mittagssonne, ohne die empfindlichen Ökosysteme im Wasser zu belasten.
3. Müllvermeidung: Dein Beitrag für saubere Strände
Es bricht mir das Herz, wenn ich Plastikmüll an den Küsten und allgemein in der Natur sehe. Dabei ist es gar nicht so schwer, Plastik zu vermeiden. Ein fester Bestandteil auf jeder Packliste sollte eine wiederverwendbare Trinkflasche sein. In Portugal z.B. gibt es vielerorts Trinkwasserquellen (Fontes), an denen du deine Flasche kostenlos auffüllen kannst. Hier sind ein paar Essentials für deine Tasche:
- Wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze für den Besuch auf dem lokalen Mercado.
- Ein festes Shampoo und Seife, um Plastikverpackungen im Bad zu sparen.
- Ein kleiner Beutel für "Beach Cleanups" – nimm bei jedem Strandspaziergang einfach drei Teile Müll mit, die nicht dorthin gehören. Und wenn du das Ganze attraktiver für dich oder den Familienurlaub gestalten möchtest, lege einen Plastikfisch aus Plastik und poste ihn auf deinen Social Media Kanälen. Mehr über die Initiative findest du hier: https://www.plasticfisherman.com/
4. Nachhaltiges Vanlife und Roadtrip-Etikette
Ein Roadtrip entlang der Küste ist Freiheit pur. Ich liebe es jedes Mal aufs Neue! Damit das auch so bleibt, sind ein paar Portugal Roadtrip Tipps in Sachen Naturschutz essenziell: Nutze offizielle Stellplätze und vermeide es, in geschützten Dünen- und Naturschutzgebieten zu parken. Die Vegetation an der Küste ist extrem empfindlich. Achte beim Kochen im Camper darauf, nur biologisch abbaubares Spülmittel zu verwenden und dein Grauwasser ausschließlich an dafür vorgesehenen Stationen zu entsorgen. Die Natur wird es dir mit unvergesslichen Sonnenuntergängen danken.

5. Respekt vor der Natur an den Hotspots
Wir alle wollen die schönsten Strände Portugals sehen – von den berühmten Höhlen in Benagil bis zu den weiten Sandstränden von Aljezur. Doch der Massentourismus setzt diesen Orten zu. Bleib auf den markierten Wegen, um die Erosion der Klippen nicht zu beschleunigen, und respektiere lokale Sperrzonen. Wenn wir uns als Gäste verstehen, die die Natur wertschätzen, tragen wir dazu bei, dass diese magischen Orte auch für kommende Generationen von Reisenden und Meeresliebhaber:innen erhalten bleiben.
Nachhaltigkeit fängt bei den kleinen Entscheidungen an. Ob es die Wahl der Sonnencreme ist oder die Entscheidung, den Strand sauberer zu hinterlassen, als man ihn vorgefunden hat – jede Tat zählt. Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit am Meer und viel Freude beim Entdecken deiner eigenen kleinen Paradiese!